Was tun gegen Zecken und Co?

Absuchen

Bei kurzhaarigen Hunden ist das Absuchen des Fells und der Haut, beispielsweise nach Zecken nach dem Spaziergang, sicherlich eine vernünftige Lösung, denn kein Mittel - ob pflanzlich oder chemisch - aufzutragen, ist am Natürlichsten. Wenn man alle Parasiten findet: prima!
Flöhe entdeckt man am ehesten, wenn man den Hund mit einem sehr feinen Kamm auskämmt: befinden sich kleine schwarze Punkte im Haar, gibt man diese auf ein Küchenkrepp und beträufelt sie mit Wasser. Färbt sich das Küchenkrepp rot, dann handelt sich es um Flohkot (=Blut).
Es gilt: wenn man 1 Floh sieht, sind noch mindestens 100 auf dem Hund unterwegs.

Knoblauch

In kleinen Mengen regelmäßig verabreicht, funktioniert Knoblauch bei vielen Hunden sehr gut. Es wirkt abwehrend gegenüber Zecken, Flöhen, Läusen und Würmern. Am besten frischen Knoblauch mit etwas tollem pürieren (Schmand, Öl, Hackfleisch, Leberwurst,...), und unters Futter mischen. Ganz ungefährlich ist das aber nicht: Das Zwiebelgewächs Knoblauch wirkt blutverdünnend, bei zu häufiger/ hoher Gabe entsteht eine Blutarmut. Es ist wie bei vielen Mitteln: die Dosis macht’s. Darum ist unbedingt auf die richtige Menge zu achten, die natürlich an allgemeinen Gesundheitszustand, Alter und Gewicht angepasst werden muss.
Die toxische Dosis bei Hunden liegt verschiedenen Studien zufolge mit 5g/kg beim frischen Knoblauch, bei Knoblauchextrakt mit 1,25g/kg über einen Zeitraum von 1 Woche täglich.
Ein Zehe Knoblauch wiegt etwa 2g. Um einen Labrador mit 30kg umzubringen, müsste man ihm also über sieben aufeinanderfolgende Tage 75 Zehen pro Tag geben.
Knoblauch empfiehlt sich besonders bei Hunden, die viel ins Wasser gehen, und somit für Produkte zu äußerlichen Anwendung ungeeignet sind. Generell ist eine geringe Knoblauchgabe ganzjährig zu empfehlen, da Knoblauch antibakteriell, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd wirkt.
Zum Weiterlesen: http://www.barfers.de/knoblauch.html
http://www.hundenarren.com/…/alternative-mittel-gegen-zeck…/

Kokos

Die in Kokosraspeln und Kokosöl enthaltene Laurinsäure wirkt laut einer universitären Laborstudie ebenfalls gegen Zecken. Sie soll darüber hinaus auch einem Befall von Würmern, Flöhen und Läusen vorbeugen.
Kokos ist generell sehr gesund. Es besteht aus hochwertigen gesättigten Fettsäuren, wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Darüber hinaus ist Kokos gut für den Darm und für Haut und Fell.
Bei Hunden unter 20kg empfiehlt sich die Gabe von 1 Teelöffel Kokosraspel ins Futter 2x/ Woche, bei Hunden über 20kg je 1 Esslöffel, gerne ganzjährig. In der Zeckensaison kann es sinnvoll sein, auf 4x / Woche zu steigern, und zusätzlich äußerlich Kokosöl aufs Fell aufzutragen.
Zum Weiterlesen: http://www.hundenarren.com/…/alternative-mittel-gegen-zeck…/
https://kompetenztierzentrum.wordpress.com/…/kokosol-das-s…/

Duftöle und Kräuter

Vor einigen Jahren gab es kaum Alternativen zu den chemischen Keulen. Heute boomt der Markt mit natürlichen Shampoos, Sprays, Seifen und Co. Nicht bei jedem Hund wirkt allerdings jedes Mittel, es gilt Ausprobieren. Und nicht jeder Hund verträgt jedes Produkt, es kann auch zu Hautreizungen und anderen Problemen kommen.
Seifen, Sprays und Tropfen, die zum Beispiel über Pfefferminze-, Teebaum- und Nelkenöl wirken, bieten zumeist einen natürlichen Schutz ohne das Fell zu schädigen. Allerdings sind Hunde mit ihrer sehr empfindlichen Nase oft angewidert, und rennen davon, sobald sie die Flasche entdecken. Es gilt also abzuwägen, was für den Hund machbar ist. Je nach Präparat muss der Hund vor jedem Spaziergang „parfümiert“ werden, oder nur über eine gewisse Zeit mit fortdauernder Wirkung.

Ketten und Anhänger

Die Wirkung von Bernsteinketten, die in sich genug ätherische Öle tragen und diese auf das Fell abgeben und gleichzeitig über statische Aufladung funktionieren sollen, ist wissenschaftlich unbestätigt. Gleiches gilt für Zeckenanhänger, die über eine aufgeprägte bioenergetische Ladung funktionieren sollen. Manche Besitzer schwören darauf, Ausprobieren schadet nicht.

Chemie

Tierärzte greifen meistens zu Spot-on-Produkten wie Exspot, Frontline, Advantix und Co., da sie sehr wirksam sind. Diese funktionieren meistens repellent als auch abtötend. Der beliebteste Wirkstoff ist Permethrin (wird auch als Schädlingsbekämpfungsmittel in Teppichen und im Holzbauwesen eingesetzt). Nervengift also, das Haarausfall, Allergien, Epilepsie, Sehstörungen und weitere Krankheiten zur Folge haben kann. Auf den Beipackzetteln steht übrigens, dass Kinder den Hund nach dem Auftragen einige Zeit nicht mehr berühren sollen. Katzen, die aus Versehen eine Dosis Hund-Exspot verabreicht bekommen, überleben dies meist nicht, da ihnen ein Enzym zum Abbau fehlt. Menschen, die mit Permethrin behandelt wurden, klagten über Nervosität und starken Juckreiz. In Deutschland und Österreich ist Permethrin nicht mehr als Pflanzenschutzmittel zugelassen. Die US-Umweltbehörde EPA hat Permethrin als möglicherweise krebserregend eingestuft. Besonders gefährlich ist Permethrin für Heranwachsende und Krebskranke, da es die Zellteilung stört.

Quelle: www.dogcom.de/